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Anthropic startet Verifizierungsprogramm für Life-Sciences-Teams

Mit dem Life Sciences Verification Program (LSVP) erhalten geprüfte Organisationen aus den Lebenswissenschaften Zugang zu Mythos, Opus und Sonnet mit gelockerten Biologie-Schutzmechanismen. Das Programm startet als Beta und ist zunächst Teams und Institutionen vorbehalten.

Redaktion FrontierRadar
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Aktualisiert: 3 Min.

Anthropic hat am 17. September 2026 das Life Sciences Verification Program (LSVP) als Beta gestartet. Es richtet sich an Fachleute aus den Lebenswissenschaften und gewährt Zugang zu den Modellen Mythos, Opus und Sonnet mit Schutzmechanismen, die für biologische Forschung gezielt angepasst wurden. Über ein Early-Access-Programm wurden laut Anthropic bereits Dutzende Organisationen aufgenommen. Nun können sich Organisationen der breiteren Life-Science-Community per Interessensbekundung (Warteliste) vormerken lassen.

Es gibt zwei Arten von Freigaben. „Standard Use“ deckt den Großteil der Arbeit in den Lebenswissenschaften ab, darunter Wirkstoffforschung, biologische Forschung, klinische Entwicklung und Herstellung. Die Freigabe gilt für ganze Teams und wird jährlich erneuert. „High-risk Use“ ist ein Zusatz für Tätigkeiten, die auch unter Standard Use blockiert bleiben. Sie gilt für ein einzelnes benanntes Projekt, wird alle sechs Monate erneuert und ist für Opus 5 und Sonnet 5 verfügbar. Für Mythos sind High-risk-Freigaben zum Start laut Anthropic auf eine kleine Gruppe zusätzlich geprüfter Organisationen beschränkt; Anthropic arbeitet mit der US-Regierung an einer breiteren Verfügbarkeit.

Bewerber werden auf Forschungsqualifikation, Sicherheitsstandards und ethische Aufsicht geprüft und müssen ihre geplanten Anwendungsfälle angeben. Anthropic gleicht den Datenverkehr mit dem angegebenen Rahmen ab. Das geschieht per Offline-Monitoring statt durch Blockieren in Echtzeit; für den LSVP-Datenverkehr verlangt Anthropic eine Datenaufbewahrung von 30 Tagen. Die Schutzmaßnahmen richten sich laut Anthropic gegen drei Bedrohungsszenarien: kompromittierte Zugänge etwa durch Malware oder Account-Übernahme, Innentäter und den Missbrauch von Agenten.

Zum Start ist das Programm über die Claude Console (API) sowie in den Plänen Claude for Enterprise und Team verfügbar. Einzelnutzer mit Pro- oder Max-Plänen und Drittplattformen sind vorerst ausgeschlossen. Laut Anthropic soll der Zugang im Lauf der Zeit auf einzelne Pro- und Max-Pläne ausgeweitet werden. Organisationen mit BAA-Vereinbarung können derzeit nicht teilnehmen.

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