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Claude-Agenten entdecken neues Enzymsystem mit CRISPR-ähnlichen Wiederholungen

Anthropic hat eine eigene Life-Sciences-Forschungsgruppe samt Labor vorgestellt. Als erstes Ergebnis meldet das Unternehmen, dass Claude-Agenten ein bislang nicht beschriebenes Enzymsystem in Bakteriophagen identifiziert haben: array-assoziierte reverse Transkriptasen, kurz ART.

Redaktion FrontierRadar
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Aktualisiert: 3 Min.
Grafik nach Quellenangaben
Empirische Inferenz-Analyse

Vom Datenbestand zum Kandidaten

Rundwerte laut Anthropic, „Claude discovers a novel enzyme system“ (23.09.2026); der Preprint nennt laut The Next Web 949 Agentensitzungen, 21,5 Stunden, 215,6 Mio. Tokens, 3.564 Kandidatenfamilien und 19 Berichte

STAGE 01

Suche

Rund 950 Claude-Agenten, 21 Stunden, 210 Millionen Tokens

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STAGE 02

Sammlung

Mehr als 200.000 reverse Transkriptasen

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STAGE 03

Kandidaten

Rund 3.500 Kandidatensysteme

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STAGE 04

Auswahl

20 vielversprechende Kandidaten, zu denen Claude ausführliche Berichte erstellte

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Anthropic hat am 23. September 2026 die Gründung einer Forschungsgruppe und eines Labors für Grundlagenbiologie bekanntgegeben. Die Gruppe will mit Claude die biologische Forschung beschleunigen. Als erstes Ergebnis präsentiert das Unternehmen ein bislang nicht charakterisiertes Enzymsystem, das es „array-associated reverse transcriptases“ (ART) nennt.

Das System stammt aus Bakteriophagen und besteht laut Anthropic aus drei Komponenten: einer reversen Transkriptase (RT), einem benachbarten Partnergen und einer Reihe gleichmäßig verteilter DNA-Wiederholungen, die CRISPR-Arrays ähneln. Laut Anthropic war die zugrunde liegende RT, die in einem Jumbo-Phagen vorkommt, schon aus früheren Studien bekannt. Claude habe aber offenbar als Erstes das zugehörige Array nichtcodierender DNA-Sequenzen und das zusätzliche Protein mit unbekannter Funktion bemerkt.

Zum Vorgehen schreibt Anthropic, das Team habe Claude lediglich einen allgemeinen Auftrag gegeben: nach interessanten Beispielen reverser Transkriptasen zu suchen. Etwa 950 Claude-Agenten hätten daraufhin 21 Stunden lang gearbeitet und dabei 210 Millionen Tokens verbraucht. Aus mehr als 200.000 reversen Transkriptasen seien rund 3.500 Kandidaten und schließlich 20 besonders vielversprechende Systeme hervorgegangen. Erste Laborexperimente zeigen laut Anthropic, dass das ART-Array eigene kurze RNAs erzeugt.

Der CRISPR-Pionier Feng Zhang (MIT und Broad Institute) hat den Preprint durchgesehen; dieser ist laut The Next Web nicht peer-reviewed. Nach Angaben von Anthropic nannte er die Arbeit ein aufregendes Beispiel dafür, wie KI-Agenten zu biologischen Entdeckungen beitragen können. Berichte über die Veröffentlichung betonen allerdings, dass bisher nicht gezeigt wurde, ob ART tatsächlich wie CRISPR funktioniert. Seine biologische Rolle ist ungeklärt.

Das Labor in der San Francisco Bay Area arbeitet nach Angaben von Anthropic nur auf den Biosicherheitsstufen BSL-1 und BSL-2 und nicht mit humanpathogenen Erregern. Die Laborarbeit übernehmen menschliche Wissenschaftler, die dabei Claude-Werkzeuge nutzen.

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